Presseportale als Bestandteil einer Onlinestrategie



Über das Internet lassen sich verschiedene Bezugsgruppen einer Organisation gezielt ansprechen. Die wichtigsten Multiplikatoren sind Journalisten, welche die Informationen und Botschaften einer Partei durch ihre Tätigkeit an ein größeres Publikum weiter vermitteln. Journalisten haben besondere Anforderungen an eine Website. Sie wollen die Informationen vor allen Dingen schnell und einfach. Ein Klick zuviel kann schon einen Artikel weniger bedeuten. Bei dem Aufbau von Presseportalen geht es nicht nur um das Einstellen von Pressemitteilungen, sondern um das Bereitstellen einer großen und praktischen Menge an Informationen, die von Journalisten für Web, Print, Radio und TV verwendet werden kann. Hier eine kurze Checkliste für die essentiellen Zugaben eines Pressebereichs:

Aktuell und direkt
Nachrichten müssen regelmäßig und umgehend aktualisiert werden.
Der Zugang sollte möglichst direkt (wenige Klicks) und leicht zu finden sein.
Die verantwortlichen Ansprechpartner sollten sich möglichst mit Bild, E-Mail Adresse und allen Kontaktdaten präsentieren.
Anfragen sollten möglichst umgehend beantwortet werden. Einige Experten empfehlen auch einen besonderen Service: Den Call-Back-Button, mit dem Journalisten um einen Rückruf bitten können. Aber: Nichts versprechen, was man nicht halten kann!
Downloads: Druckfähige Fotos (300 dpi) sollten übersichtlich zur Verfügung stehen genau wie eine systematische Übersicht der Presseinformationen

Das Angebot muss stimmen
Pressemitteilungen und Fotos sind Minimum. Weiterhin können angeboten werden:
• Töne für Radio im MP3 – Format, zwischen 30 sek und 2 min.
• Fernsehspots in den gängigen Formaten (Real, Quick Time, Windows Media, Mpg)
• Hintergrundmaterialien, wie Broschüren, Präsentationen, Studien, Reden, Statistiken etc. – auf unterstützendes Informationsmaterial können Sie auch vom Pressebereich verlinken
Eine Mediendatenbank für Journalisten muss langfristig gedacht werden. Achten Sie schon von vornherein auf eine eindeutige Beschreibung, Benennung und Kategorisierung der Medien. So lassen sich Dateien auch nach langer Zeit und aus einer großen Menge wieder finden.
Einen geschlossenen Bereich für Journalisten sollten Sie sich genau überlegen: Die meisten Journalisten wollen weder den Zusatzaufwand für das Beantragen eines Zugangs in Kauf nehmen noch die verschiedenste Zugangsdaten verwalten müssen.

Beispiel
Einen gut aufbereiteten Pressebereich stellt www.die-gesundheitsreform.de/presse/ zur Verfügung. Neben Materialien für Presse und Radio gibt es viele Hintergrundinformationen, wie Reden, Studien etc. Im Themen- oder Materialpool wird den Journalisten wahlweise die Möglichkeit geboten, Dokumente unter themenspezifischer Zuordnung – beispielsweise Zuzahlungen, Patient, Arzt – oder unter materialspezifischer Zuordnung – wie Fotos, Grafiken, Multimedia – downzuloaden. Damit sind auch bei zunehmender Materialflut Übersichtlichkeit, rasche Orientierung und Recherchefreundlichkeit gewährleistet. Das Fotomaterial wird in der druckfähigen Auflösung von 300 dpi angeboten, ebenso gibt es Grafiken und weiterverwendbare Text-Dokumente im RTF-Format.

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