Vom Suchen und Finden
von: A&B FACE2NET | 20. Dezember 2006 | Kategorie: face2blog
Weihnachten naht und alle Welt sucht: Die zündende Idee für das, aber auch wirklich allerletzte, Last-Minute-Geschenk, den Parkplatz in der Innenstadt, den Glühweinstand vom letzten Jahr und schließlich und endlich, eigentlich nur friedvolle Ruhe und Enstpannung.
An dieser Stelle daher einige Sachverhalte, die sich vorweihnachtlich bereits gefunden haben:
Wer der Mensch des Jahres ist und wo er zu finden ist, sagte uns Anfang der Woche das Time Magazin. “You” surft im Netz und freut sich jeden Tag etwas mehr, dass er 2006 zum aktiven Bestandteil der globalen Informationsverarbeitung geworden ist. Vernetzte Texte, eigenproduzierte Videos und Audiofiles, alles war 2006 nicht nur möglich, sondern wurde vor allem einfacher.
Die Suche nach Content wird wiederum, angesichts der fortschreitenden Multimedialiserung des Netzes, zukünftig noch etwas schwieriger werden. Google & Co., die dankbaren Helfer im Internetalltag, leiten “You” zwar heute schnell und sicher durch die “Textwelt Internet”, finden aber derzeit (noch) ihre Grenzen am Multimedialen: Inhalte von Videos oder Podcasts bleiben, ohne Tags und Beschreibungen, ein blinder Fleck für Suchmaschinen.
Ganz neu und äußerst effektiv: “HearHere” von pluggd. Die Audiosuchmaschine durchforstet, mithilfe von Spracherkennung und semantischer Analyse, Podcasts und Audiospuren von Videos und markiert die Treffer auf der Tonspur. Ein Lösung, die schon seit längerem bekannt ist (und somit schon länger als gefunden abgehakt werden kann), doch von pluggd so effizient umgesetzt wird, dass das Tool vom Magazin Wired bereits als “Google für Podcasts” tituliert wird.
Eine ganz andere Hilfstellung beim Identifizieren und Finden bietet die Untersuchung des Marktforschungsunternehmen Konzept&Analyse im Auftrag von Friendster.
Diese hat sich den Menschen die vornehmlich auch hinter der Produktion von Podcasts stecken, gewidmet: den Bloggern. Die Typisierung jener Gattung liest sich in Teilen wie eine gelungene Fahndungsbeschreibung:
“Der erwachsene Prototyp-Blogger ist männlich und trägt Dreitagebart. Er ist bis 29 Jahre alt und führt eine freischaffende Tätigkeit aus. Die körperliche Fitness zählt nicht zu seinen Prioritäten – viele der Intensivnutzer bezeichnen sich als ‘kaum oder untrainiert’ und ‘leicht übergewichtig’ bis ’stattlich’.”
Gerade jetzt in den innerstädtischen Einkaufsmeilen nicht zu verwechseln mit den ebenfalls stattlichen Herren, die allerdings rotberobt und ihre Bärte voll und weiss zu tragen pflegen.
Während sie also mit Ersteren einen aktiven Teil von “You” gefunden haben, zeigt ihnen Letztere deutlich, dass sie sich beeilein sollten mit dem Suchen und Finden der Präsente. Vielleicht in Ruhe und friedlich zuhause? Beispielsweise übers Internet?
