Phones on Speed
von: Malte Hasse | 17. August 2007 | Kategorie: face2blog
Wenn sich Robert Basic über die Namen von Bewertungsplattformen (Qype, Yelp, Youop) lustig macht, rutscht ihm ein neues Mobile Social Network durch, dessen Bezeichnung auch zu allerlei Späßen taugen würde: Kadoink.
Das zugehörige Verb ist dementsprechend “kadoinken” und umfasst eine ganze Reihe von Funktionen, die per Kürzel in SMS an eine zentrale Nummer ausgelöst werden: Man kann Audio per Telefon oder Web aufnehmen und die Links an Personen oder Gruppen per Massen-SMS versenden. Diese können dann die Aufnahme per Telefon abhören. Gruppen oder Personen werden per Kurznachricht informiert oder sie können auch via Kadoink angerufen werden. Darüber hinaus kann man den eigenen Status permanent aktualisieren und den seiner Kontakte abrufen – also eine Art Twitter per SMS. Mashable veranlasst das zu der Headline “If Twitter Were On Steriods, You’d Have Kadoink“.
Ein Widget, Minipage genannt, gibt es auch. Kosten für die Anwender entstehen lediglich durch die verschickten SMS (zumindest soweit auf den ersten Blick ersichtlich). Allerdings funktioniert Kadoink bisher auch nur für bestimmte Telko-Anbieter. Positiv fällt auf, dass nicht schon wieder versucht wird, mobile Services über Java-Applikationen auf dem Handy anzubieten, sondern eine bewährte und beliebte Technik – nämlich SMS – verwendet wird und Web und Phone recht gut zu verschmelzen scheinen.
Kadoink (macht immer wieder Spaß, das zu schreiben) ist natürlich noch Beta, hat aber laut Mashable 2 Mio $ Seedkapital und ist bisher nur in den USA nutzbar. Global will man aber so schnell wie möglich werden. Das Geschäftsmodell bleibt aber – wie bei so vielen Web 2.0 und Mobile Startups – noch ein Geheimnis.
