One step closer



Der großartige Flashfilm EPIC 2015 hat es mit seinem recht düsteren Szenario zur zukünftigen Verknüpfung unserer aller persönlicher Daten im Internet zu einer gewissen Popularität geschafft. Die Realität im Netz ist dem, was in diesem Film als Zukunftsszenario passend in dunklen Farben in Szene gesetzt wird, jetzt einen Schritt näher gekommen.

Das Branchen-Portal iBusiness, das in unserem Hause eigentlich sehr geschätzt wird, hat kürzlich den iBusiness-Relation-Browser eingeführt. Damit werden Personennamen in Artikeln von iBusiness direkt mit dem jeweiligen persönlichen Profil bei Xing verknüpft. Die Tatsache, dass das mit Hilfe eines netten kleinen Icons Xing Icon geschieht, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies ein weiterer Schritt auf dem Weg zu verschwimmenden verschwindenden Grenzen zwischen öffentlich und privat ist und das die Vision von allumfassender Verknüpfung persönlicher Daten im Netz ein Stück weit realer georden ist.

Richtig “interessant” wird es aber erst, wenn man berücksichtigt, dass die Verknüpfung mit den Xing-Profilen nur der erste Schritt ist und iBusiness schon jetzt die Implementierung eines “Personen-Relation-Browsers” ankündigt. iBusiness Herausgeber Joachim Graf lässt sich in der Meldung wie folgt zitieren: “Damit wird iBusiness für die Recherche noch mächtiger.”

Ist iBusiness nicht das Medium, das Google seit geraumer Zeit nur noch als “Suchmaschinen-Krake” bezeichnet…? Bei aller Wertschätzung für das Produkt iBusiness – und Kritik unter Freunden sollte ja erlaubt sein: Über die Trennung von privat und öffentlich sollte auch in Zeiten der digitalen Vernetzung jeder Einzelne autonom entscheiden können!

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