Was ist eigentlich Ideation?
von: A&B FACE2NET | 17. Oktober 2007 | Kategorie: markentrends online
… frage ich einen neben mir sitzenden britischen PR-Manager auf dem PR 2.0 Summit letztes Wochenende in Berlin. Vor uns auf dem Podium sitzt in illustrer Runde (u.a. Penguin Manager Jeremy Ettinghausen, der z.B. die Wiki-Novel betreut hat und einiges über Marken und Online-Creation erzählen konnte) auch Jason Fulton, Ideation Manager von Nike.
“Nothing”, antwortet mein Nachbar lakonisch. “It’s just one of those PR words”. Das macht mich auch nicht schlauer. Irgendwo muss der Begriff ja herkommen. Aber auch Wikipedia geizt mit Informationen und verortet Ideation im Feld des “Marketing Research” und der “Idea Creation”. Doch hört man Fulton und seinen Geschichten eine Weile zu, bekommt die Idee einer offenen Form der Ideen-Entwicklung, zumindest auf theoretischer Ebene, durchaus Sinn. Nike sei zwar oft eine arrogante Marke, aber immer ein sehr offenes Unternehmen für Ideen gewesen, meint Fulton. Es gehe immer um Kreativität und die offenen Augen nach neuen Möglichkeiten für die Marke. Auch praktisch hat Fulton das schon bewiesen, z.B. mit der Joga Bonito Kampagne und dem längsten Fußballvideo der Welt.
Aber Internet-Schnittstellen können noch viel mehr als Marken nur über Content Creation ihrer Verwender und durch Entertainment aufladen. Ist Crowdsourcing nicht eine Form von Ideation? Und sind interne Blogs, für die Sun und IBM immer wieder beispielhaft genannt werden, eine Form von Ideation? Man merkt, das Wort “Idea Creation” wird schnell zu einer Hülse, die alles und nichts bedeuten kann. Idea Creation – darauf ist jede Organisation angewiesen, die überleben will. Immerhin: Dass das Internet dazu beiträgt, Innovation in Unternehmen zu unterstützen, wird wieder um eine Facette und einige Beispiele ergänzt. Wie man diese Vorstellung dann benennt, ist eine andere Sache.
