Das Spiel mit der Marke



Werbung in Online-Games


Manchmal lohnt ein kurzer Blick in die Vergangenheit und gegenwärtige Entwicklungen erscheinen in einem neuem Licht. Zwar ist die Historie der Softwareindustrie bislang eine eher kurze, dafür laufen hier die Wandlungsprozesse schneller. Ende der 80iger Jahre etwa, brachte der japanische Hersteller Sega das heute als Arcade-Klassiker geltende Spiel „Super Monaco Grand Prix“ auf den Markt und in einem Punkt war Sega damals seiner Zeit voraus:

Durch die Einbindung echter Marken auf der Rennstrecke sollte dem Spiel mehr Realität verliehen werden. So flankierte Sega die Rennstrecke mit Reklametafeln des Tabakherstellers Marlboro. Der betroffene Konzern sah darin eine Verletzung seiner Markenrechte und bestand auf die Entfernung der Reklameschilder im Spiel.
Aus heutiger Sicht mutet dieser Vorgang fast skurril an: Kein Softwarehaus würde heute auf die Idee kommen, ohne entsprechenden Zufluss von Werbegeldern oder einer Kooperationsvereinbarung Marken in einen Titel aufzunehmen, und wenn doch, so dürfte es sich zumindest über ein dickes Geschenkpaket mit persönlicher Dankesnote von dem mit solch karitativer Aufmerksamkeit bedachten Unternehmen freuen.
Aus der Werbung für Produkte und Marken in Video- und Computerspielen ist längst ein millionenschweres Geschäft geworden. Vor allem das In-Game-Advertising: Die Werbung in Computer-Spielen entwickelt sich zu einem Trend innovativer Vermarktung. Dank fortgeschrittener Technologie kann mittlerweile nicht nur das Inventar der virtuellen Welten gebrandet werden, online sind auch flexible Schaltungen nach Sichtkontakten oder einem zeitlichen Rotationsprinzip möglich. Und dabei steht die Entwicklung noch am Anfang.

Mehr zu diesem Trend gibt’s in der nächsten Ausgabe unseres Newsletters markentrends online und auch hier im Blog.

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