Archiv für Juni, 2007

Das große Geschäft mit dem kleinen Geschäft

Das große Geschäft ist es sicherlich noch nicht, aber außergewöhnlich ungewöhnlich allemal – die neueste Web 2.0-Mobil-Startup-Idee aus den USA: MizPee.
Eigentlich ein Wunder, dass bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist, denn wie schon Thomas Knüwer bemerkt, ist die Suche nach dem gewissen Ort eigentlich die Killerapplikation des Reisenden – wo kann ich auf die Schnelle hin, wenn ich mal wo hin muss…
Das ganze dann in bester Web 2.0-Manier mit User-Bewertungen von Symbol für Nutzerbewertung bis Symbol für Userbewertungen und nutzergeneriertem Unterhaltungsprogramm. Geld verdient wird wohl (vielleicht zukünftig mal) über Promotions für Restaurants, Cafes und Geschäfte in der Nähe der Örtlichkeit, die gleich mitgeliefert werden.
Für uns Nachzügler diesseits des Antlantiks stellen sich nun zwei Fragen:
1. Wann kommt der deutsche Beta-Klo(n) ?
2. Wie wird die deutsche Variante heißen ? (Wenn man sich anschaut, dass aus Twitter hierzulande Plapadu wurde, verheisst das nichts Gutes…)

World of Widgecraft

jaxtr - Ein Widget das plattformübergreifend Telefonverbindungen möglich macht.Im Schatten der großen Social-Service- Plattformen, die nach wie vor überproportional wachsen hat sich die kleine, bunte Welt der Widgets etabliert, welche die Plattformen um eine Vielzahl von Funktionen ergänzen und von den Nutzern nach Lust, Laune und Bedürfnis flexibel auf Desktop, Blog oder eigener Website eingesetzt werden können. Auch für Unternehmen eröffnen sich mit den äußerst flexiblen und multifunktional einsetzbaren Programmen Chancen in der Markenkommunikation und der (viralen) Vermarktung von Produkten.
Zwar ist hierzulande noch nicht ganz soviel vom “Jahr des Widgets” zu merken, wie etwa in den USA (ein guter Hintergrundartikel dazu hier) , aber der Umgang wird auch in Deutschland im Zuge der allgemeinen Akzeptanz von Web 2.0 Services schnell steigen.

Hosentaschennetworking

Aka-akiMobile Internetanwendungen gelten einerseits zwar seit Jahren als das nächste große Ding, haben aber andererseits schon immer einen mehr oder weniger großen Geburtsfehler: sie funktionierten nicht. Alle ernstzunehmenden Versuche scheiterten (gerade hierzulande) wahlweise an der mangelnden Nutzeraktzeptanz, an der Technik oder aber die Angebote waren und sind schlicht so unattraktiv, dass sie nur mit viel Phantasie als interaktive, mobile Anwendungen bezeichnet werden können. Weiterlesen »

Einen Löwen für Digitale Architektur?

Noch hat Digitale Architektur keine eigene Kategorie bei den Goldenen Löwen von Cannes. Dieser bekannteste Werbepreis wird nächste Woche erneut vergeben und orientiert sich weiterhin an traditionellen Formaten wie Film oder Radio. Immerhin heißt eine der Kategorien “Cyber” und es nicht so, dass es keine Werber gäbe, die sich über Interaktivität und Dialog Gedanken machen würden.

Jean Rémy von Matt zum Beispiel, der erneut in der Jury für die Löwen-Vergabe sitzt, spricht in einem Interview mit der W&V von der Kombination aus Outdoor und Digitalität, freilich nur in einem Nebensatz. Uns würde schon interessieren, wie er sich die “digitalen Möglichkeiten” der Out-of-home-Kommunikation vorstellt. Vielleicht so (pdf 1,85MB)?

Blog-Origami

Not Sponsored

Was haben Origami und Blogs gemeinsam?
Nun, Origami, die japanische Kunst des Papierfaltens, ist eine echte Herausforderung: Wer als Origami-Künstler sein Geld verdienen möchte, muss wirklich ein Meister seines Faches sein.
Ein glaubwürdiges, unabhängiges Weblog zu führen, ist ebenfalls eine Herausforderung. Wer sein Geld erbloggen möchte, muss also auch ein Meister seines Faches sein.
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Statistisches Gezwitscher

Mit dem Web 2.0 und den nahezu uneingeschränkten Freiheiten, die es in Punkto Gestaltung und Publizieren bietet, hat auch eine Art von allgemeinem, sportiven Zwang Einzug gehalten, mit Tools und Codeschnipseln alles zu messen, was messbar zu sein scheint. Wer kommt wann, mit welcher Geschwindigkeit auf mein Blog? Wie lange bleibt er? Woher kommt er? Wohin mag er nur gehen? Fragen über Fragen, denen man heute mit Logfiles, Countern, Umfragewidgets, Technorati, Blogscout, Blogcounter, etc. auf die Spur zu kommen versucht.
Fast scheint es so, als ob die entfachte Liebe der Menschen zur Redseligkeit auch vor der scheinbar so trockenen Zahlenwelt nicht (mehr) halt macht.
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