Archiv für Mai, 2007

Web 2.0 Designcrap?

Bei all den Mitmachangeboten, Interaktionsmöglichkeiten und durchdesignten Aquabuttonanimationen werden oftmals die geltenden Prinzipien des guten Geschmacks Designs und der Nutzbarkeit von Webseiten über Bord geworfen. Zu dieser Einschätzung gelangt Jakob Nielson, streitbarer Usability-Papst des Web 1.0.

“Most people just want to get in, get it and get out”

sagte er unter anderem auf der Usability Week in London und bemängelte vor allem, dass es mit dem Web 2.0 einerseits Mode geworden sei, die Seiten dynamischer zu gestalten und mehr Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, dies aber andererseits dazu geführt habe, dass Entwickler die Grundlagen der Usability mehr und mehr vernachlässigten.

Weniger streitbar als diese generelle Einschätzung ist sicherlich die Empfehlung, auch bei der Umsetzung von Web 2.0-Angeboten die Usability als feste Test- und Bezugsgröße in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Dies schließt nicht nur deren Überprüfung aus technischer und anwenderorientierter Sicht ein. Die Grundlagen für Nutzbarkeit und Aktzeptanz eines Web-Angebots beginnen bereits im Konzeptionsprozess mit der Frage welche Nutzergruppen mit dem jeweiligen Projekt erreicht werden sollen und wie. Das war schon immer so und wird auch trotz Web 2.0 so bleiben.

Visionäre 2.0

Heisst eine Reihe von Interviews, die Focus Online mit Künstlern, Unternehmen und Vordenkern des “neuen Internets” geführt hat. Die Serie wirft einen Blick auf Ideen, Trends und Geschäftsmodelle des Web 2.0. Mit dabei sind u.a. Persönlichkeiten wie Craig Newmark (craiglist.org) Caterina Fake (flickr), Arianna Huffington (Huffington Post) oder Niklas Zennstöm, der über JOOST und die Zukunft des (Internet-)Fernsehens spricht:


Link: sevenload.com

Und sie nutzen es doch…

Jeder zweite Internetuser nutzt derzeit Web 2.0 Dienste. Laut einer Untersuchung der Marktforscher von Nielsen/NetRatings besuchten 54% der deutschen Internetuser im Februar 2007 sogenannte Web 2.0 Sites. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres erhöhte sich damit die Nutzung um 32 Prozent auf 19,7 Millionen User. Spitzenreiter in der Reichweite der Web 2.0 Dienste sind dabei Wikipedia, die Community MySpace und die Videoplattform YouTube. Weiterhin zeigt die Studie Loyalitäten im Nutzerverhalten der deutschen User auf. Weit mehr als 50% der Onliner nutzen das einmal aus dem jeweiligen Segment (Community, Fotos, Videos) gewählte Angebot dauerhauft. Da hat unser Aufruf “aufgewacht und mitgemacht” scheinbar doch etwas bewirkt ;-)

[via]

Joost – Fernsehen der Zukunft oder Zukunft des Fernsehens?

JoostMan muss kein Prophet sein, um den Erfolg von Joost vorauszusehen. Für Fernsehen ist Joost, was Skype für Telefon und Kazaa für die Musikindustrie war: eine Revolution. Und die Sender fürchten sich vor dem interaktiven Peer-to-peer Internet TV (P2P IPTV) weit mehr als vor YouTube und Co.
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Aller Anfang ist leicht, wenn man nur will

Es ist schon so viel zum Thema Praktikum geschrieben worden, da fällt es schwer, nicht gleich ins Grundsätzliche zu gehen – schön auch bei Wikipedia zu lesen, woher der Begriff eigentlich kommt…
Reden wir mal aus der Praxis – aus Sicht eines Arbeitgebers ist es nicht immer leicht, die an sich selbst gestellten Anforderungen zu erfüllen. Und umgekehrt hat der oder die PraktikantIn nur eine ungefähre Vorstellung der eigenen Fähigkeiten, die für einen Einstieg ins Berufsleben nötig sind. Umso spannender ist es, in den gesamten letzten Jahren zu beobachten, was man erreichen kann, wenn beide Seiten nur wollen. Ausgangslage ist, jemanden neu ins Team zu holen, einen Anfänger/eine Anfängerin, den oder die man aufbauen und für unsere Ideen und Kunden begeistern kann.
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Willkommen in der Realität

Das es in der Kommunikation und Markenführung eine Kompetenz-Verschiebung von der klassischen Werbung hin zur Online-Kommunikation gibt, ist ja nicht neu.
Auf der Zunge zergehen lassen muss man sich allerdings, wie die klassische Werbung darauf reagiert.
So lesen wir am Freitag in iBusiness von Dickjan Poppema, Geschäftsführer der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO Germany, der sich beschwert (wiederhole: BESCHWERT!), dass doch tatsächlich immer öfter Online Dienstleister an Pitches teilnehmen.
Damit noch nicht genug, berichtet er gegenüber dem Handelsblatt, dass man früher bei Pitches immer unter sich gewesen sei, während man jetzt Konkurrenz von Online- und PR-Agenturen bekäme.
PR- und Online-Agenturen? Vernetztung, Dialog und Interaktion statt Oneway-Werbung? Herr Poppema, Sie haben Recht, der Untergang naht!

Campaigning 2010: “Political Conversations”

Politische Dialogkommunikation im Web 2.0
Die veränderten Strukturen im Web 2.0 ermöglichen eine neue Qualität der Kommunikation in Hinsicht auf Dialog, Transparenz, Vernetzung und Zusammenarbeit – auch in der Politik. Nach einer Phase der Konzentration von Inhalten und Aufmerksamkeit auf wenige große Anbieter kehrt das Web nun quasi wieder zu seinen Wurzeln zurück: der Kommunikation “vieler mit vielen”. Neu sind dabei Dynamik und Wirkung der Diskurse, denn die Teilnehmer sind individuell ganz anders aufgestellt und untereinander viel stärker vernetzt als dies bislang der Fall war.
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Technisches Stockholm-Syndrom

Hin und wieder begegnet man Begriffen die sowohl überraschend als auch großartig sind. In diese Kategorie fällt der Begriff “technisches Stockholm-Syndrom”. Gemeint ist laut brandeins wie sich der gemeine Konsument mit Windows-PCs den Unzulänglichkeiten so mancher Alltagstechnik arrangiert: ganz ähnlich dem Phänomen zwischen Geisel und Geiselnehmer.
Wir kennen den Spagat zwischen Lust und Frust mit der Technik alle – jetzt haben wir endlich einen Begriff dafür!

Neues, innovatives Multimedien-Magazin

Was ist ein Multimedien-Magazin? Für die Messe Frankfurt haben wir ein neues Format “erschaffen”: ein Multimedien-Magazin namens E-Journal.

Dieses neue Format oder dieser neue Medientyp stellt auf innovative Art und Weise die Leistungsfähigkeit und Nutzungsmöglichkeiten des Business-Matching-Portals Productpilot.com vor.
Das E-Journal verwendet dabei interaktive Präsentationsinstrumente und vereint die Formate Website, Animation, Audio, Video, Text, PowerPoint und Fotos.
Das Multimedien-Magazin basiert auf Bewegtbildern, die von einer Moderatorin begleitet werden. Sie sind zugleich Teil der Multimedia-Anwendung, und bieten vertiefende Zusatzinformation in Form von Text, Bild und Ton mit TV- und Video-Elementen sowie Flash-Animationen.

Charakteristisch für das Erscheinungsbild des E-Journals sind das “Bühnendesign”, die räumliche Wirkung durch Spiegelungen, Verläufe und Zoomeffekte sowie der News-Charakter durch den Einsatz der Moderatorin. Das
E-Journal setzt für technisch weniger affine Anwender auf eine intuitive Nutzerführung. Im einfachsten Falle kann das Magazin wie eine Informations- oder Nachrichtensendung linear verfolgt werden. Alternativ kann es auch kapitelweise oder beliebig entlang der Nutzerwünsche genutzt werden. Die Inhalte werden mit vertiefenden Zusatzinformationen zusätzlich zum Download angeboten.

Productpilot.com
Seit heute ist es online – und, ja, wir sind stolz darauf!