Web 2.0 Designcrap?
von: A&B FACE2NET | 25. Mai 2007 | Kategorie: face2blog
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Bei all den Mitmachangeboten, Interaktionsmöglichkeiten und durchdesignten Aquabuttonanimationen werden oftmals die geltenden Prinzipien des guten Geschmacks Designs und der Nutzbarkeit von Webseiten über Bord geworfen. Zu dieser Einschätzung gelangt Jakob Nielson, streitbarer Usability-Papst des Web 1.0.
“Most people just want to get in, get it and get out”
sagte er unter anderem auf der Usability Week in London und bemängelte vor allem, dass es mit dem Web 2.0 einerseits Mode geworden sei, die Seiten dynamischer zu gestalten und mehr Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, dies aber andererseits dazu geführt habe, dass Entwickler die Grundlagen der Usability mehr und mehr vernachlässigten.
Weniger streitbar als diese generelle Einschätzung ist sicherlich die Empfehlung, auch bei der Umsetzung von Web 2.0-Angeboten die Usability als feste Test- und Bezugsgröße in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Dies schließt nicht nur deren Überprüfung aus technischer und anwenderorientierter Sicht ein. Die Grundlagen für Nutzbarkeit und Aktzeptanz eines Web-Angebots beginnen bereits im Konzeptionsprozess mit der Frage welche Nutzergruppen mit dem jeweiligen Projekt erreicht werden sollen und wie. Das war schon immer so und wird auch trotz Web 2.0 so bleiben.


