Archiv für Januar, 2007

Trend der Woche: Internet Fernsehen the Long Tail way

Während man auf den breitenwirksamen Durchbruch von IPTV noch warten darf, entwicklen sich längst neue Ideen und Angebote, die angesichts des Nutzerverhaltens durchaus erfolgversprechend erscheinen.
Peer2Peer Ventures wie joost oder Babelgum setzen ganz auf den Long Tail Gedanken und bringen Videoangebote jenseits der Blockbuster ins Netz. Nischenprodukte für Nischenmärkte, die in der Summe des World Wide Web betrachtet, ein Massenphänomen ergeben. Watch out for the future!
(siehe dazu auch Spreeblick und de:bug)

 

Irgendwo im Nirgendwo

genauer bei der FAZ haben sich zwei gefunden und “debattieren” so herrlich zwischen “Sachkenntnis und Spekulation” über Blogs und Wikis und dieses Web 2.0 im Allgemeinen, dass einem ganz schwindelig wird.
Herrlich dann auch die Erwiderung des Herrn Knüwer und man beginnt sich zu freuen, dass die FAZ was schrieb, damit Herr Knüwer das schreiben konnte, was er schrieb und damit der Sachkenntnis zum Sieg verhilft.

It’s just the beginning

“I’m not just starting a campaign though, I’m beginning a conversation, with you, (…)”, mit diesen Worten erklärte Hillary Clinton per Videobotschaft im Internet ihre offizielle Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahlen 2008. Hillary Clinton beginnt also eine Conversation, eine Digital Conversation, als Basis eines umfangreichen und facettenreichen Online Campaignings. Die ehemalige First Lady ist aber nicht allein mit ihrer internetzentrierten Kampagne und der Ankündigung der Kandidatur per Videobotschaft. Bereits wenige Tage vor ihr wählte Barack Obama, ein weiterer Hoffnungsträger der Demokraten für die Wahlen 2008, den Weg per Online-Video, um seine Ambitionen auf die Präsidentschaft kund zu tun, und das dank Internet nicht nur US-weit, sondern weltweit. Weiterlesen »

Trend der Woche: “Sturm”

Am Namen kann es nicht gelegen haben, obwohl Kyrill in Klang und Melodie auch ein schönes Label für einen Web 2.0-Service abgeben könnte. Trotz seiner natürlichen Herkunft schaffte es Kyrill auch in der Blogsophäre seine Spuren zu hinterlassen: Top Platzierung bei Technorati (2), und Thomas Knüwer braucht ein paar Tage um sich vom Ansturm auf sein Sturmblog-Experiment zu erholen. Im virtuellen Windschatten von Kyrill hat es sich dann auch gleich der “Sturm-Wurm” gemütlich gemacht und sorgt für den jahreszeitlich obligatorischen Infekt. Der Don wiederum bläst zum Sturm auf Second Life und ein Orkan zieht nun auch durch das ehrwürdige “Time Magazine“. Dieser, und damit wäre dann das Gleichgewicht wieder hergestellt, hat seine Ursachen im Virtuellen.

Open Source in der Informationsgesellschaft

Open-Source-Software spielt als wirtschaftlicher Faktor eine zunehmende Rolle. freie_software.jpgDies zeigte jüngst die im Auftrag der EU-Kommission herausgegebene Studie “Study on the Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU”. (hier als pdf)
Darüber hinaus gewinnt der Open-Source-Gedanke immer mehr auch für Kultur und Gesellschaft an Bedeutung und entwächst so seinen technischen Wurzeln der Entwickler- und Nutzerlandschaft jenseits proprietärer Software.
Zu diesem Thema hat nun die Bundeszentrale für politische Bildung ein ein Dossier zusammengestellt, das einen sehr guten Überblick gibt. Das Buch zum Thema ist als Komplettdownload hier erhältlich.
Hinter Open Source steckt also nicht nur eine kostengünstige Alternative zu den teueren und / oder lizenpflichtigen Programmen der Softwarefirmen. Rund 20 Jahre nach seinen Anfängen ist Open Source “zu einer weltweiten sozialen Bewegung geworden, die antritt, nach der Software nun auch Wissen und Kultur zu ‘befreien’ “.

A&B FACE2NET startet Digital Conversations

Mit dem heutigen Tage starten wir unter dem Label “Digital Conversations” ein neues, spezialisiertes Kommunikationsangebot zum Beziehungsmanagement im Web 2.0.
Unser neues Angebot richtet sich an Unternehmen und Institutionen, die sich den fundamental veränderten Anforderungen an Markenführung und Marketing stellen. Im Zeitalter von Web 2.0, von Dialog, Transparenz und Kollaboration ist ein individuelles Beziehungsmanagement mit Kunden und Meinungsführern mehr denn je gefordert.

Weitere Informationen gibt es hier.

Wir wollen im Übrigen mit unserem neuen Angebot den langsam erwachenden Markt für derartige spezialisierte Kommunikationsangebote verstärken und unterstützen daher die Bestrebungen unserer Mitbewerber SinnerSchrader und Edelman, diesen Ansatz marktfähig zu machen. Weiterlesen »

Trend der Woche

Das Gadget der Woche dürfte, nach allem was darüber geschrieben, gepostet und bebildert worden ist klar sein:
Apple hat mit seinem tastenlosen iPhone wieder einmal die Herzen designverliebter Technikafficionados gewonnen.
Ein Trend läßt sich mit der Präsentation des neuen Geräts natürlich nicht ausmachen. Allerdings, wie auf connected marketing anschaulich beschrieben, hat es Apple mit dem iPhone wiedereinmal geschafft, allein durch die Produktpräsentation soviel Word-of-Mouth zu erzeugen, dass wir gerne die neue kleine wöchentliche Kategorie mit einem Trend begründen, den sich wohl alle Kunden als Dauerbrenner wünschen: Ansteckende Produkte, die wie Martin Oetting schreibt:

“nur und allein dafür gemacht [sind], dass man im Vorfeld über die Originalität staunt und hinterher [...] die Erwartungen noch übertroffen werden.”

Kein Tag ohne beta…

…und hin und wieder stecken hinter dem Venture auch einige bekannte Gesichter. So im Fall von Daylife.com daylife.gifeinem neuen US-Newsportal, das seit gestern in seiner beta (was sonst ?!) Version offiziell online gegangen ist. Jeff Jarvis (Buzz-Machine), RSS-Guru Dave Winer, Michael Arrington (Techcrunch) sowie weitere Investoren, unter ihnen die New York Times, sollen an dem Projekt beteiligt sein. Interessant erscheint die Seite allein schon wegen ihrer ungewöhnlichen optischen Aufmachung. Ob sich die Art und Weise, wie die Nachrichten aufbereitet werden, als zukunftsweisend herausstellt, wird sich zeigen müssen. Thomas Knüwer vom Handelsblatt Weblog räumt dem neuen Dienst hier durchaus Chancen ein. Ein skeptischeres Fazit (und eine umfassende Beschreibung der Plattform) ist auf dem Blog medienlese zu finden. Auch Michael Arrington selbst ist noch nicht ganz zufrieden mit dem Dienst.

Second Life 07

Nebst allem was da ein Beta oder 2.0 an und mit sich trug, war das betriebsam aufblühende Leben im Second Life einer der Online-Dauerbrenner im letzten Jahr. Seinen vorläufigen Aufmerksamkeitshöhepunkt erreichte es mit einem Bericht in der Tagesschau und des eigens für die Bewohner der virtuellen Welt herausgegebenen Magazins Avastar, aus dem Hause Axel-Springer.psycho_1972_09.jpg
Während einige ein real gewordenes Deja-vu der späten 80iger / frühen 90iger fühlten, als Sie sich vor SciFi-Knüllern sitzend, in eine hochtechnologisierte Cyberzukunft hineinträumten, machten sich andere ganz unvoreingenommen daran, sich auf der Plattform eine virtuelle Existenz als Cybermakler, Cyberdater, digitaler Autohändler oder vielleicht auch als konspirativer Cyberpunk aufzubauen. Bis Ende des Jahres zählte man so bereits mehr als zwei Millionen Mitglieder (davon ca. 900.000 regelmäßig aktiv) in der neuen, virtuellen Welt. Das Projekt der Firma Linden Labs wurde damit zum derzeit bekanntesten und am schnellsten wachsende Gegenentwurf zum realen Leben.
Auch im neuen Jahr wird die Faszination für die Möglichkeiten im Second Life anhalten, daher für all diejenigen, die 2007 den Sprung ins zweite Leben wagen wollen, kurz die “Basic Facts”.
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